Volleyball ist und bleibt der tollste Sport der Welt. Dennoch gibt es für viele unter uns Unterschiede zwischen den Varianten in der Halle und im Sand. An dieser Stelle ein paar Worte zu den ungleichen Brüdern Beach- und Hallenvolleyball sowie im zweiten Teil zu den wesentlichen Regelunterschieden – Interessant sicher für Newbies und auch die alten Hasen.

Beach Volleyball – der junge, wilde Bruder

Beach Volleyball ist ein Lebensgefühl: In unserer Wunschvorstellung spielen wir an den schönsten Stränden dieser Welt (oder zumindest Deutschlands 🙂 ), die Sonne scheint, es stehen drei weitere Beacher auf unserem Niveau zur Verfügung und wir haben dutzende Bälle zur Verfügung. So oder so ähnlich ist der Wunsch Vater des Gedankens. Dass diese Bedingungen nicht immer zutreffen: An dieser Stelle egal!

Hallenvolleyball – der große Bruder

Dem gegenüber steht das Hallenvolleyball: Von außen betrachtet weniger wild, ein bisschen brav und angepasst. Klare Strukturen, starre taktische Systeme, ein wenig miefig. Dass dies genauso wenig stimmt, wie die dauerhaften 30° und Sonne beim Beach Volleyball wissen die allermeisten von uns. Denn in der Halle hast Du immer ein tolles Team um Dich herum, was Dich pusht und Dir hilft.

Vor- und Nachteile der beiden Volleyball-Varianten

Abseits dieser Klischees gibt es natürlich wirklich „echte“ Unterschiede zwischen den beiden engen Verwandten und Olympischen Sportarten.

Einige Vor- und Nachteile sind augenscheinlich – andere liegen im Auge des Betrachters oder Spielers und sind eher Typsache und ein wenig individuell.

Häufig sind die Vorteile des einen die Nachteile der anderen Variante – und umgekehrt.

Vorteile des Beach Volleyballs

Ganz klar: Zum Zocken und Trainieren braucht es nur 4 Spieler, einen Ball und schon kann es im Freibad oder auf einer Beachanlage auch schon losgehen. Der organisatorische Aufwand und die Zahl des Equipments sind sehr überschaubar. Schön ist auch, dass das Spiel ein wenig freier und mit weniger Zwang als in der Halle ist. Bei Techniken könnt ihr ein wenig freestylen – viele der modernen Beachtechniken (siehe Teil zwei dieser Serie) sind durch probieren und spontane Aktionen entstanden. Auch taktisch seid ihr sehr frei: Aufschlag- und Zuspielstrategien sowie die Block- und Feldverteidigung könnt ihr ganz nach belieben variieren, kein Trainer macht Euch Vorgaben. Beide Spieler müssen so alles können –müssen universell im Aufschlag-Annahme, Abwehr und Angriff agieren können.

Hinzu kommt das Element Sand: Spektakuläre Rettungsaktionen machen im Sand garantiert keine blauen Flecken und sehen einfach toll aus.

Und obendrauf kommt natürlich das sehr positive Image von Beach Volleyball: jung, hip und stylisch kommen der Sport – und damit auch viele seiner Spieler daher.

Lest auch den BeachvolleyballKnigge - mehr Spaß auf Beachturnieren

Vorteile des Hallenvolleyballs

Volleyball ist ein echter Mannschaftssport: Mindestens sechs Spieler machen ein Team aus, da sind Action und Spaß garantiert. Ihr könnt Euch gemäß Euer Stärken perfekt in das Team einbringen: Ob als Block- und Angriffsmonster, Abwehrkatze oder Zuspielgott. So können Spezialisten schnell nach vorne kommen: Als 170cm großer Libero steht einer Karriere als Abwehrspezialist in einer hohen Liga nichts im Weg, 210cm lange Schlackse mit leichten Koordinationsproblemen können dennoch ihren Weg in der Halle machen.

Und solltet ihr mal einen schlechten Tag haben, helfen Euch die anderen aus Eurem Loch wieder heraus und gleichen im besten Fall die Defizite aus. Die Verantwortung und das Gelingen des Spiels ist also auf viele Schultern verteilt, ein gutes Gefühl!

Das sagt der VolleyballFREAK: Beach + Halle = Der perfekte Ganzjahres-Sport

Für mich als Volleyball-begeisterten FREAK stehen beide Spielarten nebeneinander: Ich freue mich auf die intensive Vorbereitung in der Halle, das Schleifen an technischen Elementen, das Einspielen und Verbessern des gesamten Teams – und das Bierchen in großer Runde unter der Dusche. Zudem gibt es im Winter fast jedes Wochenende ein Spiel – und wenn alles klappt springen ein Aufstieg samt Feier heraus. Außerdem ist Beachen im Winter noch recht teuer.

Aber auch dem Beach Volleyball bin ich verfallen und freue mich im Frühling schon auf die ersten warmen Tage: Spielen mit Freunden, die unvergleichlich chillige- Turnieratmosphäre, endlich wieder alles tun zu dürfen: Aufschlagen, annehmen, Angriff, Block und Abwehr. Sand ist einfach ein Muss – und mit der Mischung aus Sand und Halle haben ich garantiert das ganze Jahr über Spaß!

Lest hier den 2. Teil!

Wie seht ihr das? Seid ihr ganz bewusst nur in Halle oder Beach unterwegs – oder ist für Euch auch die Kombination aus beiden Varianten das non-plus-ultra? Hinterlasst einen Kommentar oder schreibt mir Eure Sicht an info@volleyballfreak.de.

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