Am 21. Januar ist Internationaler Jogginghosentag. Was für viele zunächst nach Couch, Netflix und maximaler Gemütlichkeit klingt, hat im Volleyball eine überraschend große Relevanz. Denn die Jogginghose ist längst mehr als ein Kleidungsstück für faule Tage – sie begleitet Spieler:innen durch Warm-up, Training, Regeneration und nicht selten auch durch mentale Prozesse rund ums Spiel.

Vom Lifestyle-Teil zur Trainingskonstante

Im Volleyball ist Bewegungsfreiheit essenziell. Sprünge, schnelle Richtungswechsel, tiefe Abwehraktionen – all das verlangt dem Körper viel ab. Die Jogginghose bietet dabei genau das, was viele Sportler:innen schätzen: Wärme, Flexibilität und ein Gefühl von Sicherheit.

Gerade im Winter oder in ungeheizten Hallen ist sie für viele Spieler:innen unverzichtbar. Kalte Muskulatur erhöht das Verletzungsrisiko deutlich. Wer schon einmal mit kalten Oberschenkeln ins erste Sprungtraining gestartet ist, weiß, wie unangenehm – und riskant – das sein kann. Die Jogginghose hilft, die Muskulatur warm zu halten, bis der Körper wirklich bereit ist.

Warm-up: Warum „erst Jogginghose, dann Short“ Sinn ergibt

Ein gutes Warm-up besteht nicht nur aus ein paar Runden Einlaufen. Mobilisation, Aktivierung und progressive Belastung sind entscheidend. Hier spielt die Jogginghose eine wichtige Rolle:

  • Thermischer Schutz: Wärme verbessert die Elastizität der Muskulatur.
  • Verletzungsprävention: Gerade Knie- und Oberschenkelmuskulatur profitieren.
  • Mentale Vorbereitung: Das Gefühl von „angekommen sein“ im Training.

Jogginghose = Regeneration zum Anziehen?

Nach intensiven Trainingseinheiten oder Spielen beginnt die Regeneration nicht erst zu Hause. Auch hier ist die Jogginghose ein treuer Begleiter. Sie signalisiert dem Körper: Belastung vorbei, Erholung beginnt.

Besonders bei Turnieren oder Doppelspieltagen ist es sinnvoll, den Körper warm zu halten. Kombiniert mit lockeren Bewegungen, Stretching oder einem kurzen Cool-down kann die Jogginghose dazu beitragen, Muskelverhärtungen zu reduzieren.

Zwischen Fokus und Komfort: Die mentale Komponente

Kleidung beeinflusst unser Verhalten stärker, als wir oft denken. Im Volleyball kann die Jogginghose unterschiedliche Bedeutungen haben:

  • Ritual: Immer gleiche Abläufe vor Training oder Spiel geben Sicherheit.
  • Abgrenzung: Trainingsmodus vs. Spielmodus (Jogginghose aus = Wettkampf an).
  • Selbstfürsorge: Sich bewusst etwas Bequemes gönnen.

Gerade im Nachwuchsbereich kann das Thema spannend sein. Während einige Trainer:innen Wert auf einheitliches Auftreten legen, kann es sinnvoll sein, Spieler:innen im Warm-up individuelle Freiheiten zu lassen – solange Leistung und Sicherheit nicht leiden.

Style vs. Funktion – ein falscher Gegensatz?

Jogginghose ist nicht gleich Jogginghose. Moderne Sportmodelle sind leicht, elastisch, atmungsaktiv und volleyballtauglich geschnitten. Enge Bündchen verhindern, dass der Stoff bei Abwehraktionen stört, während Stretch-Materialien volle Bewegungsfreiheit ermöglichen.

Für Spieler:innen lohnt es sich, auf folgende Punkte zu achten:

  • ausreichende Beweglichkeit im Knie- und Hüftbereich
  • nicht zu schweres Material
  • rutschfester Sitz ohne ständiges Zupfen

Denn nichts lenkt im Training mehr ab als Kleidung, die nicht funktioniert.

Fazit: Mehr Respekt für die Jogginghose

Der Internationale Jogginghosentag ist eine gute Gelegenheit, dieses oft unterschätzte Kleidungsstück neu zu bewerten. Im Volleyball steht die Jogginghose nicht für Bequemlichkeit allein, sondern für Prävention, Regeneration und mentale Vorbereitung.

Vielleicht ist der 21. Januar genau der richtige Tag, um im Training bewusst in der Jogginghose zu starten, sie länger anzubehalten – oder einfach anzuerkennen, dass Leistung nicht im Widerspruch zu Komfort stehen muss.

Denn am Ende gilt auch im Volleyball: Wer sich im eigenen Körper (und Outfit) wohlfühlt, spielt oft ein kleines Stück besser.