Mit Ende der Saison haben die Mannschaftssitzungen im Volleyball Hochkonjunktur. Damit einher geht auch die Kaderplanung für die neue Saison. Die Spielersuche habe ich in meinem Blogbeitrag „Nach der Saison ist vor der Saison“ bereits angerissen und auf einen eigenen ausführlichen Artikel verwiesen. Diesen Versprechen komme ich hiermit nach.

Bevor die Spielersuche für die kommende Saison gestartet wird, sollte zunächst festgestellt werden, auf welchen Positionen Bedarf besteht. Hier sollten alle Spieler die Karten in der Saisonabschlussbesprechung offen auf dem Tisch legen. Gerade bei Studenten und Auszubildenden kann sich über den Sommer schnell alles ändern, und sie sind mal für ein viertel oder gar halbes Jahr nur bedingt verfügbar oder können gar nicht trainieren. Dies ist für den Teamgeist nicht immer das Beste. Hier kann man bei der Spielersuche frühzeitig reagieren.

VolleyballFREAK-TIPP: Ein kleiner Flyer als Eyecatcher mit den wichtigsten Information (Welche Positionen werden gesucht? Wann und wo wird trainiert? Welche Liga und welches Geschlecht wird gespielt? + Kontaktdaten) hilft mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Im Folgenden findet ihr die verschiedenen Möglichkeiten für die Volleyball Spielersuche in der Kategorie online und offline Suche zur besseren Übersicht unterteilt.

Volleyball Spielersuche online im Netz

Im Internet gibt es unzählige Webseiten, wo man seine Spielergesuche veröffentlichen kann. Anlaufstelle Nummer 1 ist für mich immer die bekannte Webseite http://www.volleyballer.de/spielerboerse.php. Hier können Mannschaften nach Spielern und Trainern suchen. Umgekehrt können auch Spieler und Trainer eine neue Mannschaft suchen. Die Spielersuche ist übersichtlich nach PLZ sortiert. So findet man immer schnell alle lokal relevanten Anzeigen.

Darüber hinaus bieten diverse lokale Volleyball-Kreis-Webseiten und die Webseiten der Volleyballverbände in der Regel eigene Trainer- und Spielerbörsen.

Ganz wichtig für die Spielersuche sollte immer die eigene Homepage des Vereins sein. Zu diesem Thema hatte ich im Rahmen des Artikel „Eine Webseite für den eigenen Verein“ aus dem Oktober 2014 meine Erfahrungen geteilt. Eine gutgepflegte Vereinswebseite ist immer ein Aushängeschild, dass potentiellen neuen Volleyballspieler ein Indiz für einen funktionierenden Verein darstellt. Deshalb kann auf der jeweiligen Mannschaftsseite ein hervorgehobener kurzer Text wie „Nette Verstärkung auf der Zuspieler und Mittelblocker-Position gesucht“ seine Wirkung nicht verfehlen.

Eine weitere Stelle im großen weiten WWW bietet selbstverständlich auch Facebook. Mit seinen 1,393 Milliarden Nutzer laut (statista.com im Q4 2014) bietet diese Webseite auch für Volleyballer eine super Plattform, die Spielersuche zu publizieren. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. In den letzten 2-3 Jahren haben immer mehr Volleyballmannschaften eine eigene Fan Page. Diese ist ein möglicher Kanal. Bittet eure Mannschaftskollegen und Volleyballfreunde die Post zu teilen und liken. Jeder geteilter Post ist ein Multiplikator für die Reichweite. Darüber hinaus gibt es auf Facebook viele regionale Volleyball-Gruppen. Für Köln gibt es zum Beispiel die Gruppe Volleyball Köln(https://www.facebook.com/groups/341771387225/). Eine weitere Möglichkeit auf Facebook Spieler für die neue Saison zu werben, gibt es auf der Fan Page Volleyballspielerbörse .

Die letzte Möglichkeit online nach Spielern zu suchen, habe ich auf Ebay Kleinanzeigen und Kalaydo gefunden. Hier könnt ihr in der Kategorie Freizeitaktivitäten bzw. Sport- und Trainingspartner ein Spielergesuch aufgeben. In wieweit dieser Onlinekanal erfolgreich ist, kann ich selber noch nicht sagen. Ich werde ihn aber definitiv austesten.

Kennt ihr noch super Möglichkeiten Spielergesuche online zu platzieren? Dann lasst mir doch einfach einen Kommentar da.

Spielersuche im Reallife

In diesem Abschnitt des Artikels möchte ich ein paar Anregungen für die Spielersuche außerhalb des Internet aufzeigen.

Jeder Verein sollte mindestens eine Jugendmannschaft je Geschlecht im Angebot haben. Durch gutes Training kann man sich so eigene talentierte Spieler ausbilden, welche in der Regel dem Verein sehr verbunden sind und somit ein gutes Grundgerüst darstellen. Genau hier kann man schon während der Saison schauen, welche Jugendlichen je nach Leistungsstand ggf. schon mittrainieren und bei Bedarf in die Erwachsenenmannschaft auch eingesetzt werden können. Ein großer Vorteil ist hierbei, dass man auch bei Engpässen innerhalb der Saison eine gute Spielerquelle hat.

Man kann auch versuchen in fremden Jugendmannschaften „zu wildern“. Durch das sog. Doppelspielrecht von Jugendlichen, dürfen diese im „Stammverein Jugend“ spielen und im fremden Verein im „Seniorenbereich“. Aber Vorsicht, das sollte immer offen mit dem Stammverein kommuniziert werden, da es sonst berechtigterweise Stress geben kann. Mehr zu dem Thema Jugend im Verein könnt ihr in den beiden Artikeln lesen:

Ein weiteres probates Mittel sind Hobbymannschaften oder andere Volleyballmannschaften. Bei den Hobbymannschaften, die nur trainieren, kann man auch unter der Saison anklopfen, wenn akut Bedarf besteht. Bei anderen Volleyballmannschaften muss man unterscheiden. Bei vereinseigenen niedrigeren Mannschaften kann die höhere Mannschaft ab dem 3. Spieltag die Spieler einsetzen. Umgekehrt können Spieler (hier in NRW) auch runterspielen, sofern er die letzten 4 Spieltage nicht eingesetzt wurde. Soll ein Spieler dauerhaft in der höheren Mannschaft eingesetzt werden, empfehle ich immer die offene Kommunikation. Hier kann sonst schnell Unmut in den unteren Mannschaften entstehen. Generell sollte in einem funktionierenden Verein die Maxime gelten, dass die höhere Mannschaft den Vorrang hat. Darüber hinaus muss es aber auch gelebt werden, dass Spieler, deren Leistung oben nicht mehr ausreicht, in eine niedrigere Mannschaft gehen.

Etwas kreativer ist der Ansatz, Spieler aus anderen Sportarten wie Basketball und Handball anzuwerben. Gerade diese zwei Sportarten eignen sich besonders für die Volleyballspieleraquise, da hier die Ballantizipation und Sprungfähigkeiten sehr ähnlich zum Volleyballsport sind.

VolleyballFREAK-TIPP: Wenn der neue Spieler einfach aus einer anderen Abteilung desselben Vereins geholt wird, ist dies perfekt. Hierdurch kann das Vereinsleben einen guten Schub bekommen.

Die Presse eignet sich ebenfalls hervorragend für die Spielersuche. So kann man direkt den Gesuch an seine Pressekontakte weitergeben, die als eine kleine Randnotiz im Sportteil erscheint. Besser man verpackt das Ganze in einen Saisonrückblick und zusätzlich im Spätsommer in eine Saisonvorschau. Dann kommt vielleicht ein größerer Artikel über euch in der Tageszeitung. Hierfür benötigt man aber eine gute Pressearbeit. Dazu findet ihr auch eine kleine ausführliche Artikelserie in meinem Blog:

Gerade im Sommer gehen viele Volleyballer statt in die Halle auf dem Beachplatz und fahren auf Rasenturniere. Hier treffen sie auf viele Gleichgesinnte, wo auch der eine oder andere noch vereinslos ist oder wechselwillig ist. Wenn ihr euch hier offen gebt und evtl. sogar Freundschaften knüpft, könnt ihr sehr gute neue Spieler akquirieren.

In die gleiche Kerbe schlägt der Ansatz pausierende Spieler wieder zu reaktivieren bzw. anzufixen. Häufig ziehen sich Spieler aus dem Spielbetrieb zurück, weil sie sich beruflich verändern, mehr Zeit für Familie haben wollen, ein Haus bauen usw. Wenn ihr hier den Kontakt aufrecht haltet, kann man sich diese Spieler „warmhalten“ und auf Stand-by halten. Die pausierenden Spieler wissen natürlich auch, dass eine Volleyballmannschaft sich hervorragend für soziale ?

Die letzte Anregung, die mir noch eingefallen ist, sind Spielergesuche als Aushänge am Schwarzen Brett von Unis und anderen Bildungseinrichtungen oder an den Suche / Biete Tafeln in den Supermärkten. Alternativ kann man auch direkt in den Sporthallen oder Beachhallen einen Aushang machen. Hier für könnt ihr den oben angesprochenen Flyer sehr gut einsetzen.

Habt ihr hier noch andere Ansätze? Dann teilt diese mit mir und den anderen VolleyballFREAK, die hier mit lesen und lasst einen Kommentar da. Ich würde mich freuen!

Euer VolleyballFREAK