2016 habe ich euch im Blogpost „Ein Besuch im Beachvolleyballcamp von Beachzeit in Spanien“ bereits schon einmal aus dem Beachcamp in Gandia berichtet. Damals war ich im Mai vor Ort. Nun 2 Jahre später lud mich Marvin Polte erneut ins Herbst-Camp „Sunsation Festival“ ein, damit ich meine Eindrücke erneut mit euch teilen kann. Ob es den Namen verdient hat, liest du in diesem Blogpost.

Tranzparenz: Für diesen Blogpost habe ich das Beachcamp von Beachzeit stark reduziert bekommen. Diese Tatsache beeinflusst aber keines Falls die geäußerte Meinung in diesem Blogpost.

Zeitraum und Anreise

Ich buchte die 3. und letzte Camp-Woche mit Training vom 8.10. – 12.10.. Gandia liegt genau zwischen Valencia und Alicante. Beide Städte haben gut erreichbare Flughäfen. Gemeinsam mit Freundin und einen Beachkumpel reisten wir bereits am 6.10. an. Wir starteten von Düsseldorf nach Alicante.

Ihr habt die Option den Transfer vom Flughafen zum Camp direkt über Beachzeit zu buchen. Dieser lag für dieses Camp bei 30€ pro Person.

Bereits aus Deutschland hatten wir aber über Check24 einen günstigen Mietwagen für 52€ für die ganze Woche gebucht. Dadurch konnten wir die Campwoche noch mit 2 Städtetrips verbinden. Am Samstag blieben wir natürlich direkt in Alicante und schlenderten ein wenig durch die Stadt. Wir liefen über den Paseo de la Explanada und aßen Tapas in einem guten einheimischen Lokal.

Am frühen Abend zog es uns dann Richtung Gandia. Nach 1,5h Fahrt erreichten wir kurz vor acht das Camp. Das Beachoffice hatte um die Uhrzeit bereits geschlossen, aber für diese Fälle hat Beachzeit bzw. Volleytours vorgesorgt und die Schlüssel für die Appartments im Hotel Bayren hinterlegt.

Sonne, Strand, Meer und ganze viele Beachfelder.

Apartments

Im ersten Blogpost zum Spanien-Beachcamp habe ich euch ausführlich über das Bayren-Hotel geschrieben, daher passte es bei diesem Besuch super, dass wir uns zu 3. in ein Appartment eingebucht haben. Die Appartment sind ca. 7 Fußminuten vom Beachcamp / Strand entfernt.

Ein Appartment ist immer wie eine kleine Wohnung bestehend aus einer Küche mit Herd und Kochutensilien, Kühlschrank, Waschmaschine. Dazu kommt ein kleines Wohnzimmer mit Esstisch, Sofa und Fernsehen. Natürlich bekommt man nur spanische Sender rein. 😛

Dazu kommen 2 Schlafzimmer. Eins ist mit einem 1,40m Doppelbett ausgestattet und hat ein Bad en suite. Dies wird generell an Päärchen vermietet. Das andere Schlafzimmer besteht aus 2 Einzelbetten. Hierzu gehört ein Badezimmer, welches man vom Flur aus erreicht.

Wir haben die Küche mehrere Abende zum Kochen genutzt und mit unseren Appartment Nachbarn abends gemütlich alte und neue Beachstories am Esstisch erzählt.

Grundsätzlich war ich von den Appartments positiv überrascht, ich hätte einen deutlich geringeren Standart erwartet. Trotzdem sind mir ein paar Dinge aufgefallen:

Meine Verbesserungsvorschläge für die Appartments wären ein Reinigungstag zur Mitte der Woche, da man mit jedem Beachtag mehr Sand in die Wohnung trägt. Es gab zwar Reinigungsmaterial, aber nach einem ganzen Tag Beachvolleyball, hat keiner mehr Lust noch sein Appartment zu entsanden.

Leider waren in den Appartments die absoluten Basics wie Standardgewürze (Salz, Pfeffer und Zucker), Öl, Müllbeutel, Spülmittel nicht vorhanden, obwohl so etwas normalerweise auch von den Vormietern meist überbleibt.

Desweiteren war eine Rolle Klopapier pro Bad deutlich zu wenig für eine Woche.

Der letzte Punkt im Bezug auf die Appartments betrifft die Bettdecke. Hier waren leider nur 2 dünne Lacken vorhanden. 1-2 Steppdecken für etwas kälte empfindlichere Gäste würden hier das Schlafzimmer rund machen.

Einführungsveranstaltung

Eine Woche Beachcamp mach man nicht mal eben so im vorbei gehen. Die Teilnehmer haben eine Menge Wissensbedarf. Diesen stillt die Camp-Crew auf der Einführungsveranstaltung am Sonntag abend.

Was nach einer langweiligen Pflichtveranstaltung klingt, haben Campbereiber Marvin Polte und David Strand von Volleytours aber zu einem coolen Entertainment-Format umgebaut. Mit viel Witz und Liebe zum Details bekommt man als Teilnehmer alle wichtigen Infos vermittelt ohne davon erschlagen zu werden.

VolleyballFREAK-Tipp
Holt euch ein Bier oder einen Cocktail an der Hotelbar und lasst euch dort auf die Woche einstimmen.

Ausgereifte Prozesse

Per Whatsapp war man immer Up to date.

Die Überschrift zu diesen Abschnitt klingt erstmal ziemlich langweilig, trotzdem sind Prozesse wichtig für ein gutfunktionierende Beachcamp. Dies geht schon im Bestellprozess auf der Webseite los. Dieser war simple und selbsterklärend.

Nach der Buchung bekam man alle notwendigen Infos per Mail. Hierzu gab es auch einen Fragebogen für die Trainings. Dieser hilft den Coaches die Trainingsgruppen einzuteilen.

Eine super Neuerung gegenüber dem letzten Bericht ist die Sunsation Whatsapp-Gruppe. Hier bekam man nochmal alle wichtigen Infos für den anstehenden Tag direkt auf sein Handy. Hierzu zählen:

  • Trainingsgruppen und Trainingszeiten

  • Partys am Abend

  • Turnierinfos

  • und und und

Man hatte aber nie den Eindruck zu gespamt zu werden, da nur die Gruppenadmin in den Kanal schreiben konnten.

Das Beachtraining und die Trainingsgruppen

Wie bereits oben geschrieben, erfolgt die Trainingsgruppen zusammensetzung anhand eines Fragebogens. Für unsere Gruppe ist es den Headcoaches super gelungen. Bei meiner Freundin mussten sie aber nochmal nachsteuern, da ihre erste Gruppe ein wenig zu schwach war. Dies war aber auch kein Problem, da bei über 100 Teilnehmer für jede Spielstärke mind. eine Trainingsgruppe vorhanden ist.

Das Foto zeigt den Center Court im Beachzeit Herbstcamp 2018 am frühen morgen.

Der Center Court jungfräulich vor dem 9 Uhr Training.

Die Trainingszeiten liegen bei 9 Uhr bzw. 11Uhr. Die Startzeiten wechseln jeden Tag, damit jede Trainingsgruppe mal auschlafen darf. Ein Training dauert 2h. Dabei kann man sich der gemeinsamen 15minütigen Erwärmung zum Anfang anschließen oder seine eigene Erwärmung am Feld machen.

Gemeinschaftliche Erwärmung unter Anleitung von einem der Coaches.

Die Gruppenstärke liegt, wie bei meinem Campbesuch 2016, immer noch bei 6 Teilnehmern. Dadurch bekommt jeder Beacher genug Korrekturen durch seinen Coach. Die Teilnehmer kommen vorwiegend aus ganz Europa, aber auch andere Kontintente waren vertreten. Daher sind die Trainingssessions in Englisch.

Auf dem Center Court durften jeden Tag die Kinder mit einem Coach trainieren. Für Familien war es auch möglich, getrennte Training zu machen und so jeweils die Aufsichtspflichts wahrzunehmen und trotzdem jeden Tag zu trainieren.

Das Foto zeigt Trainer Jasmin Cull bei der Erklärung der nächsten Übung.

Trainer Jasmin Cull aus Kanada erklärt die Übung.

Auch die Qualität der Coaches war wieder besonders hoch. Es waren durch die Bank weg international erfahrene Beachvolleyballspieler aus der ganzen Welt. Diese Erfahrung hat man in jeder Trainingseinheit gemerkt. Alle 2 Tage haben die Coaches in den Trainingsgruppen gewechselt. Dadurch konnte man auch von unterschiedlichen Erfahrungswerten und Ansichten profitieren.

Das internationale Flair im Camp ist schon etwas Besonderes.

Vor den Turnieren am Nachmittag gab es immer eine Coach Demonstration der bevorstehenden Trainingseinheit am nächsten Tag. Damit weis man als Teilnehmer, wo der Trainingsschwerpunkt im nächsten Training liegt.

Folgende Schwerpunkte standen für alle in den 5 Trainingstagen an:

  1. Tag: Annahme

  2. Tag: Zuspiel

  3. Tag: Angriff

  4. Tag: Shots

  5. Tag: Defense

Wem 2h Training am Tag noch nicht genug sind, kann sich bei seinem Lieblingscoach noch Privattraining nehmen. Mit 60€ Euro die Stunde ist der Preis schon sehr hoch. Aber vor dem Hintergrund, dass man auch einen World Tour Spieler als Trainer hat, passt das Preis-Leistungsverhältnis wieder. Wenn man das Training als 4er Gruppe bucht, sind es ja dann nur noch 15€ pro Person.

Turniere oder freies Spielen

Das Foto zeigt 2 Beachvolleyballspieler im Luftduell am Beachvolleyballnetz.

Zocken, Zocken und noch mehr zocken.

Bei meinem Besuch waren 21 Courts aufgebaut. Damit ist das Herbstcamp zwar kleiner als die Camps im Frühjahr, aber immer noch groß genug, um zu zocken bis zum Umfallen. Dabei hast du die Wahl, ob freies Spielen und/oder die Turniere am Nachmittag.

In meiner Campwoche wurden folgende Turniermodi gespielt:

  • Paradise League

  • 2 x Mix

  • King/Queen of the Beach (mit Qualifikationstag)

Bei den Turnieren fand ich gut, dass es immer ein Gold und Silver Bracket gab. Damit konnten auch die schlechteren Teams auf einem Siegertreppchen landen.

Cool war auch die Center Court Location vor der Beachbar mit Lazy Bags zum Chillen. Dort wurden die Finalspiele der jeweiligen Turniere ausgetragen, vom Turnierleiter Jason moderiert und untermalt mit guter Musik von DJ Powi.

Finalspiele auf dem Center Court. Im Hintergrund chillen die Beacher mit den Sangria.

 

Der VolleyballFREAK hat es auch auf das Podest geschafft. 🙂

Programm rund um die Courts

Das Beachcamp in Spanien war noch viel mehr als nur Beachvolleyballtraining und zocken. Die Organisatoren boten noch viele weitere Aktivitäten an, wie die folgenden:

  • 1h Apres Beach Party

  • Yoga

  • Slack Line

  • Spike Ball

  • Sky Banana

  • Sangria Swim

  • Fußball Golf

  • Trivia

Es ist ja bekannt, dass Beacher richtig Party machen können.

Fazit Herbstbeachcamp

Für mich und meine Freundin war es eine gelungene Woche mit ganz viel Beachvolleyball, viel Spaß und tollen Leuten. Die Trainingsbedinungen und das Rahmenprogramm stimmen. Die Nähe zu den Coaches und dem Orgateam macht das Camp aus. Man fühlt sich wie in einer großen Familie mit BeachvolleyballFREAKs. Ich werde sicher nochmal wieder kommen. 😉

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