Sehr geehrte Stammgäste und Besucher der Website des Volleyballfreak,

ich habe mich an den Volleyballfreak gewandt, um allen interessierten Volleyballfreunden, welche einen reparaturbedürftigen Ball ihr eigen nennen, eine kostengünstige Möglichkeit auf zu zeigen, selbst etwas zu tun, und wie und wo, man diesen auch fachgerecht reparieren lassen kann.

Gefreut hat mich das Interesse des Volleyballfreak zu meinem Angebot. Er bot mir eine kostenfreie Vorstellung meines Reparaturservices auf seiner Website an.

Dies zeigt mir, dass der Steffen wirklich sehr darauf bedacht ist, seinen Besuchern, viele nützliche Hinweise rund um den Volleyball zu geben. Dazu gehören nicht nur Hinweise zum richtigen verletzungsfreien Volleyballspielen, Technik und allem was zum Spielbetrieb und Freizeit-(Berufs)vergnügen gehört, sondern auch Bälle, die einfach nicht die „Luft“ anhalten können. Hier an dieser Stelle komme ich, mit meinem Kleingewerbe, ins Spiel.

Zu meiner Person

Frank Kannegießer - Inhaber des Ballerapaturservice für Volleyball und Beachvolleyball

Gastautor Frank Kannegießer

Ich bin 56 Jahre alt und spiele selbst seit 30 Jahren Volleyball. Seit einigen Jahren spiele ich regelmäßig bis zu vier mal pro Woche bei vier verschiedenen Mannschaften, mit normalen bis hin zu sehr hohen Anforderungen aktiv mit.

In einer Mannschaft spielen alles gelernte Volleyballer und auch verschiedene Trainer.

Der Fitnesstrainer der Landesoberligamannschaft Fortuna Ballenstedt, ein älterer Herr, sorgt regelmäßig für Schweißtropfen auf dem Hallenboden. Anschließend werden technische Elemente geübt.Nach etwa einer Stunde ist nur noch ein Hallenvolleyball auf dem Spielfeld präsent.

Seit dem ich in dieser Mannschaft spiele, hat sich meine „krumme Wirbelsäule“ dahingehend fügen müssen, nur noch sporadisch Schmerzen zu haben. Ihr seht auch dieser Sport hat seine Vorteile. Ich lege hier auch Wert auf vernünftige Sportschuhe und nutze für meine Füße Einlagen.

Mein Rat an alle spielenden Vollballfreunde; Vor dem Spielbeginn ist eine leichte bis intensive Erwärmung sehr sehr wichtig.

Idee und Erste Schritte zur Reparatur von Volleybällen

Im vergangenen Jahr habe ich mit einem befreundeten Trainer über die Beschaffung von Vollbällen für eine meiner Mannschaften gesprochen. Er machte mir den Vorschlag, dass ich defekte Bälle bekommen kann. Ich entschied mich, diese zu nehmen. Nach einiger Zeit bekam ich einen vierten Ball. Zu dieser Zeit habe ich mich bereits im Internet mit der Volleyballreparatur, Pflege und Herstellung von Volleybällen beschäftigt. Da ich handwerklich nicht ganz ungeschickt bin, habe ich mich entschlossen, dass von Mikasa angebotene Werkzeug nebst neuen Ventilen, Ballöl und Balldicht zu bestellen. Dann ging es vorsichtig los.

Zwischenzeitlich habe ich schon eine Vielzahl von Bällen repariert. Reparaturerfahrungen habe ich für Hallenvolleybälle des Herstellers Molten und Mikasa, Beachvolleybälle Mikasa VLS 300 und VXT 30. Für diese Bälle habe ich auch „Ersatzteile“ das heißt Ersatzventile.

Bei den Beachbällen habe ich die vorhandenen Ventile mittels eines speziellen Werkzeuges gezogen und, nach Angaben des Herstellers, durch neue andersfarbige Ventile ersetzt.

Reparaturproblem

An dieser Stelle muss ich auf ein Problem hinweisen. Die Ventile in den Beachbällen werden mit der Zeit sehr spröde, reißen manchmal bereits vor einer Reparatur, durch das Einschieben einer Ballnadel bzw. reißen beim „ziehen“ des Ventils gern um unteren Bereich ab und fallen in die Ballblase zurück. Aufgrund des Ball-Ventilaufbaus ist es jetzt nicht mehr möglich dieses Ventilteil zu entfernen. Es klappert.

Beispiel einer anderen Reparaturmöglichkeit für alle Volleybälle

Wer seinem Ball dieser Gefahr nicht aussetzen möchte, kann seine Bälle direkt zu Mikasa Deutschland zur Reparatur versenden. Eine Reparatur dort kostet 10,00 Euro plus Porto.

Ich repariere Beachvolleybälle aber auch

Wer solche Bälle bei mir reparieren lassen möchte, kann diese auch an mich versenden. Ich habe eine weitere Möglichkeit gefunden, dass das Ventilstück nach dem abreißen nicht in den Ball fallen sollte. Praktische Erfahrung habe ich dazu jedoch noch nicht.

Ein von mir erdachter Ventilzieher, welcher derzeit bei einer Fachfirma gebaut wird, soll zukünftig dieses abreißen verhindern. Damit, so denke ich, kann ich alle Ventile noch effektiver und vor allem in einem Stück, herausziehen.

Bei zwei Bällen habe ich das in der Ballblase befindliche Ventilstück innen einfach mit Balldicht verklebt. In einem weiteren aktuellen Ball klappert eine Ballnadel. Ich habe diese erfolglos verklebt.

Beginn einer Ballreparatur

DAs Foto zeigt einen Karton mit platter Mikasa Volleybälle

Eine neue Lieferung kaputter Mikasa Volleyballbälle

 

Das Foto zeigt Werkzeug und Ersatzteile für die Ballreparatur von Volleybällen

Mein Werkzeug und Ersatzteile für die Ballrepartur

Eine Reparatur beginne ich immer gleich. Mit einem handelsüblichen Gummipflegeöl, öle ich das vorhandene Ventil mehrfach. Ich lasse es kurz einwirken und pumpe den Ball mit Gefühl so weit auf, bis mein Manometer den vorgesehen Druck, bei Mikasa Hallenvolleybällen, etwa 0.3 Bar anzeigt. Dann stecke ich den Ball in einem zum Teil gefüllten Wassereimer. Jetzt sehe ich, welches Problem dieser Ball hat.

Wassereimertest

Das Foto zeigt Zeigt die aufsteigenden Bläschen aus den Nähten des Mikasa Volleyballs beim Wassereimertest

aufsteigenden Bläschen aus den Nähten

 

Das Foto zeigt aufsteigenden Bläschen aus dem Ventil des Mikasa Volleyballs beim Wassereimertest

aufsteigenden Bläschen aus dem Ventil beim Wassereimertest

 

Schadensbilder im Wassereimer:

  1. Steigen sehr schnell sehr viele Luftbläschen aus der Ventilmitte, kann nur ein Ventilwechsel helfen.
  2. Steigen neben dem Ventil und aus den Nähten der Ballhaut Bläschen auf, die nicht aufhören, spricht das für eine defekte Ballblase.
  3. Auch ein Einstich in die Ballhülle bis zur Ballblase reichend ist möglich und auch reparabel.Der Ball sprudelt aus allen Nähten. Auch neben dem Ventil.
Das Foto zeigt das Ziehe des Ballventil bei einem Mikasa Volleyball MVA 300

So wird das Ballventil beim Mikasa Volleyball MVA 200 gezogen

 

Das Foto zeigt das Setzen des Ballventils eim Mikasa Volleyball MVA 200

Das neue Ballventil wird beim Mikasa Volleyball gesetzt

 

Das Setzen der Ventile mache ich ebenfalls mit einem selbst gebauten „Ventilsetzer“. Das funktioniert sehr sehr gut und geht fast von allein. Das Ventil wird mit Vaseline versehen und mittels einer Vorrichtung in die Ballöffnung gedrückt. Mit dem handelsüblichen Werkzeug ist es eine „Fummelei“.

Guter Rat zum Selbermachen

Kommen einzelne kleine Bläschen aus der Ventilmitte, reicht es in der Regel aus, in das Ventil eine spezielle Ventilpflegelösung Mikasa NDLSC einzubringen.(5,95 Euro). Die Gebindegrösse ist sehr sehr klein. Offenbar jedoch erfolgversprechend.

Einige Bälle haben bereits monatelang die Luft „angehalten“. Wie lange diese dann das tatsächlich tun, kann ich derzeit nicht sagen.

Bei mir zugeschickten Bällen, wechsele ich immer das Ventil. Es ist kostengünstiger als alles wieder neu zu verschicken.

Innenleben eines nie gepflegten Ventils

innenleben-ballventil-nie-gepflegt

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Eine Reparatur ist erfolgversprechend

Selbst bei einem Einstich (z.B. durch eine Dorne) durch die Ballhülle bis zur Blase reichend kann eine Reparatur erfolgreich sein. Es liegt bei derartigen Schäden daran, wie groß das Loch in der Ballblase ist. Ist es zu groß, was vorher nicht festzustellen ist, kann keine dauerhafte Reparatur erfolgen. Ein Versuch ist es, je nach Zustand /Alter des Balles allemal wert. Eine Reparaturgarantie kann ich für derartige Schäden jedoch nicht übernehmen. Dafür bitte ich um Verständnis.

Bei einem 6 Monate alten Molten Ball hat es bisher gut funktioniert. Ich habe diesen selbst ordentlich bespielt.

Der Schein trügt

Bei der Herstellung von Volleybällen gelangt immer Luft zwischen die einzelnen Materialschichten, die dann bei der „Wassereimerprüfung“ nach oben steigen. Die Luft tritt auch an den Nähten und neben dem Ventil aus. Aber nicht so intensiv wie bei einer defekten Ballblase. Wichtig, es hört nach kurzer Zeit auf.

Mögliche Zusatzkosten

Sollte das Ventil dicht sein, bringe ich mittels einer von mir gebauten Vorrichtung, ohne das sonst übliche „ziehen“ des Ventils, dass Dichtmittel in den Ball ein. Dies spart Reparaturkosten, Ventil wird nicht ersetzt. Dichtmittel von Mikasa kostet pro Ball 4.95 Euro.

Somit kostet die Reparatur eines derartig beschädigten Balles 9.95 Euro plus Versand.

Hier habe ich wieder etwas gelernt

Es gab auch schon Bälle, bei denen das Ventil beim Testen undicht war, gewechselt wurde und stunden später die Luft im Ball trotzdem nachgelassen hatte. Hier war zusätzlich die Ballblase defekt. Daher achte ich jetzt immer darauf ob aus Nähten ständig aufsteigende kleine Bläschenschnüre zu sehen sind.

In der Regel ist jedoch das Ventil defekt. Statistisch kann ich sagen, dass bei den von mir reparierten Bällen, von 25, je drei Bälle, eine defekte Blase hatten.

Nach einer Reparatur

Reparierte Bälle werden mit dem vorgesehen Luftdruck bei gleich bleibender Temperatur mindestens einen Tag gelagert. Dann gehen diese, nach erfolgter Prüfung unter erfolgreich repariert in meine Statistik ein und können Versand werden. Auf die reparierten Bälle wird eine kleine Reparaturnummer aufgetragen, welche bei mir dokumentiert wird.

Pflegehinweise für Ventile

Bei den Reparaturen habe ich immer wieder feststellen müssen, dass sehr wenig bis gar keine Ventil- bzw. Ballpflege gemacht wird. Ich habe von augenscheinlich neuen sehr wenig gespielten Bällen die Ventile ersetzt und festgestellt, dass die vorhanden Gummiventile derart beschädigt waren, dass diese nicht mehr schließen konnten.

Ventile, brauchen regelmäßige Pflege. Das heißt, sie brauchen ein Gummipflegeöl, damit sie immer geschmeidig bleiben und die Ballnadel keinen nachhaltigen Schaden anrichten kann.

Lies noch einmal unter dem Titel “ Guter Rat zum Selbermachen“ nach.

Funktionsweise und Aufbau eines Ballventils

Ich habe bei einem gezogenen Ventil einen Längsschnitt gemacht, einfach um zu sehen wie ein Ventil aufgebaut ist. Das Ventil ist oben am Ball etwas weiter und verengt sich dann bis in die Ballblase. Durch diese Verengung wird nun die trockene Ballnadel geschoben. Dadurch wird Material abgetragen. Auf Dauer wird das Ventil dann undicht.

Also, immer schön ölen. Ich nutze ein Gummipflegespray von Nigrin. Dazu habe ich etwas in eine kleine Pipettenflasche getan und nutze dies dann zur Ventilpflege.

Reparatur einer gerissenen Ballhaut

Ich habe einige Anfragen zur Reparatur einer gerissenen Ballhaut erhalten. Da ich privat sehr viel von Reparaturen mittels Klebstoffen halte, nutze ich seit Anfang 2015 Klebstoffe der berliner Firma BER-Fix.
Speziell zur Ballreparatur habe ich mich mit dieser Firma in Verbindung gesetzt und sehr nützliche Hinweise zum nachhaltigen Verkleben gerissener Ballnähte erhalten.
Ich habe den von mir bereits genutzen Ber-Fix Textilkleber so verwendet, wie es mir telefonisch ein Mitarbeiter dieser Firma mitgeteilt hat.

So wird es richtig gemacht

 Also, vor dem eigentlichen Verkleben der Naht wurden beide Seiten sehr dünn mit dem Kleber benetzt, um eine Klebefläche zu bekommen. Habe etwa 5 Minuten gewartet und erneut dünn Kleber auftragen. Dann hielten die geklebten Nähte des Mikasa Ball.
Dieser Kleber bleibt nach dem Aushärten flexibel. Er klebt alle Textilien und nicht nur die, auch eingerissenen Stoff an Reißverschlüssen, auf Kinderhosen geklebte Flicken und er ist waschbar bis 95 Grad. Nie wieder Nähen.

Pflege von Mikasa Volleybällen

Mit einem feuchten Tuch abwischen. Groben Schmutz mit einem weichen Schwamm entfernen. Möglich ist auch ein mildes Spülmittel bzw. ein Lederreiniger. Kann aber Verfärbungen verursachen. Vorher testen. Nach der Nutzung von Spülmittel den Ball mit klarem Wasser abspülen und mit Tuch abtupfen. Nicht in die Sonne legen. Niemals technische Geräte und heiße Luft zum trocken einsetzen. Immer den vorgeschriebenen Balldruck beachten. Daher nicht in der Sonne lagern. Schützt vor möglichen Verformungen. Bei längeren Spielpausen etwas Luft ablassen.

Pflege von Molten Volleybällen

Pflege mit warmen Seifenwasser und leichtem Bürsten.Warm und trocken aber nicht in der Sonne lagern.
Auch hier den richtigen Balldruck beachten um Verformungen zu vermeiden. Es sollte immer nach Gebrauch etwas Luft abgelassen werden.

Die Pflegehinweise stammen aus dem Internet und können dort nachgelesen werden.

In eigener Sache

Ein Wort noch zu den Reparaturkosten. Jeder, der meinen Gastbetrag gelesen hat, kann vor einer Versendung kaputter Bälle sehr leicht erkennen, ob die Blase oder das Ventil defekt ist. Also, er weiß in der Regel schon vorher, was diese Reparatur kosten könnte.

Ich bin gut alimentiert und möchte mein Kleingewerbe aus Spaß an meiner und eurer Freude betreiben. Sollte der Spaß getrübt werden, repariere ich natürlich gern eure Bälle.

Vielleicht kann ich den einen oder anderen Leser dieses Beitrages ermuntern den Ventilen etwas mehr Aufmerksamkeit zu gewähren.

Vor dem Versand der Volleybälle

Defekte Bälle können per e-Mail oder Telefon, mit Anrufbeantworter, angemeldet werden. Meiner Erfahrung nach muss ich damit rechnen, dass sporadisch auch größere Posten eingehen. Ich möchte einen kleinen Einfluss auf die auf mich zukommende Arbeit nehmen können. Nach Absprache können auch Bälle persönlich abgegeben werden.

Rücksendungen versende ich über Hermes. Hier kann ich vorab einen Paketschein über das Internet erstellen und zahle für ein Päckchen ab 3,89 Euro. Ich versende Bälle, bei denen ich die Blase repariert habe, nur aufgepumpt. Hier kostet die Rücksendung für einen Ball 4.69 Euro. Billiger wird es, wenn Sendungen von und an einen Hermes Shop versendet werden. Preis wie Päckchen. Bei größeren Paketen, M Klasse, kann kein Shop zu Shop Versand erfolgen.

Ich nutze den Hermes Shop in 06493 Ballenstedt-Getränkequelle, Felsenkellerweg 21 A. Sendungen kann ich dort abholen.

Meine Erreichbarkeit

Frank Kannegießer

Dicke-Stein-Straße 4

OT Rieder

06493 Ballenstedt

Telefon: 039485 60188 mit Anrufbeantworter

Webseite: http://volleyballreparatur.de/

e-Mail: opapakanne59@gmx.de

Mit freundlichen und sportlichen Grüßen

Frank Kannegießer

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