Ihr lest richtig: Der VolleyballFREAK befasst sich in diesem Blogpost mit 8 guten Gründen gegen Volleyball. Lest selbst, warum Volleyballball einfach eine doofe Sportart ist. Viel Spaß…

1. Volleyball ist viel zu kompliziert

Techniken wie Pritschen und Baggern werden keinem Menschen in die Wiege gelegt. Sie sind völlig unnatürlich, tun weh und machen keinen Spaß da sie mühsam zu erlernen sind. Dazu kommt noch das viel zu komplizierte Spielsystem: Ständig laufen alle Spieler auf dem Feld scheinbar durcheinander von links nach rechts und von vorne nach hinten. Was soll das bloß?? Und dann diese vielen verwirrenden Regeln: Wie darf der Ball wann wohin gespielt werden, was ist erlaubt, was verboten – und warum ist das überhaupt so? Keinen Durchblick!!

FAKT IST…, richtig – Volleyball ist ein höchst anspruchsvoller Sport – gerade DAS macht ja seinen Reiz aus. Richtig, er ist schwer zu erlernen – umso toller ist das Gefühl, wenn man ihn perfekt beherrscht. Nicht umsonst ist Volleyball an Gymnasien der populärste Sport.

„Wenn Volleyball einfach wäre, würde es Fußball heißen!“ – Kein T-Shirtspruch sondern FAKT!

2. Mit Volleyball lässt sich kein Geld verdienen!

3 Trainingseinheiten pro Woche und mehr, lange Auswärtsfahrten, viel Arbeit auch neben dem Feld – und das alles ohne die Chance damit sein Geld verdienen zu können – selbst auf Bundesliganiveau kann kaum eine/r von diesem Sport leben. Da lacht sich jeder Fußball-Bezirksligaspieler zu Recht ins Fäustchen.

FAKT IST…, richtig, für Volleyball auf Amateurniveau bekommt niemand auch nur einen Cent Gehalt oder Prämie– und auch in der Bundesliga ist es schwer, adäquat vom Volleyball leben zu können. Das heißt aber auch, dass jede/r, der sich dennoch für Volleyball – egal auf welchem Niveau entscheidet – dies nur aus Liebe zum besten Sport der Welt macht. Nicht des Geldes wegen, aus Prestige, Geltungssucht, Ruhm, öffentlicher Anerkennung – nein! Nur aus Bock an Volleyball mit der eigenen Mannschaft. Volleyball – einfach unbezahlbar!

Geld verdienen mit Volleyball bzw. Beachvolleyball bleibt für viele ein Traum.

3. Volleyball ist kein geeigneter TV-Sport!

Volleyballspiele dauern 60 Minuten – oder auch mehr als 2 Stunden. Nur in Zeitlupen lassen sich viele Aktionen überhaupt ansehen und bewerten, ständig gibt es Auszeiten und Spielpausen. Das Volleyballspiel ist einfach nicht für Fernsehen gemacht – kein Wunder, dass es medial keine Rolle spielt.

FAKT IST…, richtig, Volleyball ist schwierig und wenig planbar. Fußball ist nach 90 Minuten aus – im Volleyball kann sich aus einem klaren 2:0 Satzstand noch ein packender 5-Satz-Krimi entwickeln. Volleyball ist völlig unberechenbar – gerade das macht den Reiz aus. Und mal ehrlich: 90 Minuten Fußball und es fällt kein Tor – wie langweilig. Im Volleyball fällt in jeder Minute mehr als ein Punkt – und damit eine kleine Entscheidung im Match. Spannung ist so garantiert. Und mit ein wenig Übung seht ihr auch technische Fehler und versteht das Spiel besser. Volleyball – absolut spektakulär und jede TV-Minute wert!

Das Bild zeigt einen Kameramann, welcher ein Beachvolleyballspiel der Smart-Beachtour filmt.

Volleyball und Beachvolleyball bekommen mehr Präsens im Fernsehen

4. Volleyball ist uncool

Volleyballer sind langweilige, dröge Gymnasiasten, ein Sport für echte „Lauche“. Langweilige Klamotten, miefende Sporthallen, starre Regeln, nichts für Individualisten. Und ob sich wirklich jedes Mädel in diese engen Sachen zwängen muss ist mehr als fraglich.

FAKT IST…, absoluter Blödsinn: Volleyballer lieben es zu Feiern – auf und abseits des Feldes. Volleyballer haben einen ganz eigenen, coolen Style: Bunte Schuhe, extravagante Trikots, sexy Klamotten für die Damen, lässige Shirts für den Herren. Und wenn ihr mal an Beachvolleyball denkt dürfte spätestens auch Euch klar sein: Volleyball – nur was für echte Top-Menschen. Volleyball: Echte Lebensfreude, Emotionen pur und Coolness bis in die letzte Faser!

5. Volleyball ist ein körperloser Mädchensport!

Fußball, Basketball, Handball – das sind packende Zweikämpfe, Duelle bis an der Grenze des erlaubten und knallharter Körpereinsatz. Volleyball ist ein Spiel, durch eine Schnur getrennt und der Ball wird mit komischen Techniken auf die andere Seite geworfen. Was soll das nur?

FAKT IST…, ja, es gibt keinen direkten Körperkontakt. Wenn man sich einige Fußballer so ansieht, ist das allerdings auch gut so. Volleyball ist eine harte, schnelle Sportart. Wer einmal gegen einen harten Sprungaufschläger in der Annahme stand kann das bestätigen. In nahezu jedem Spiel gibt es „Abschüsse“, spektakuläre Blocks, krasse Abwehraktionen in der hintersten Ecke der Halle und mit blauen Flecken und blutenden Hüften und Knien nach dem Spiel. Ganz ehrlich: Wie hart soll Volleyball noch sein? Nach einem harten Abwehrball kugeln sich zumindest Volleyballer nie über den Boden und warten, dass der Schiri dem Gegner die gelbe Karte zeigt…

Voller Einsatz von Markus Steuerwald – Libero beim VFB Friedrichshafen

6. Volleyball ist ein Schönwetter-Sport

Volleyball ist ein echter Hallensport, für Leute die nicht gern draußen an der frischen Luft sind. Und Beachvolleyballer spielen nur bei Sonne an den schönsten Stränden oder im Schwimmbad. Was für Weicheier.

FAKT IST…, ja, Volleyball ist ein Hallensport. Das hat aber nichts damit zu tun, dass Volleyballer Schönwetter-Sportler sind – es ist einfach Teil des Sports. Und echte Beachvolleyballer spielen bei JEDEM Wetter und auch bei 3°C im Februar – -nicht nur an Stränden und im Schwimmbad – sondern auch auf Sportplätzen und in Innenstädten. Nicht umsonst gibt es seit einiger Zeit SnowVolleyball… Hart, härter, Volleyball!

Das Foto zeigt ein Snow Volleyballer während des Angriffs beim Turnier in Kronplatz 2016.

Definitiv kein Schönwettersport – Snow Volleyball wird immer beliebter

Tipps für Beachvolleyball bei Kälte

7. Volleyball ist ein Sport für Faule

Jeder hat das doch in der Schule erlebt: Ein bisschen Pritschen, Baggern, ab und zu im Kreis drehen und dann ist der Satz vorbei und es gibt Pause. Volleyball ist kein Sport, man bewegt sich ja schließlich nicht. Klar, dass Volleyball in der Schule so beliebt bei faulen Schülern ist.

FAKT IST…, guter Sportunterricht mit gutem Volleyballtraining geht ab wie Schmitz Katze: Laufen, springen, Bällen hinterher hechten und Kampf bis zum Äußersten. Und wem das noch zu lahm ist, der baut Sonderregeln wie Zusatzbewegungen ein und dann bist Du garantiert nach 2 Stunden platt. Neben der körperlichen Belastung kommt noch das Mitdenken hinzu. Volleyball: Schach bei Tempo 200 km/h.

Beachvolleyballerin Chantal Laboureur bei der Abwehr auf der FIVB World Tour

Nichts für Faule – Beachvolleyballerin Chantal Laboureur bei der Abwehr (Foto: FIVB)

8. Warum wird im Volleyball so nervig angefeuert?

Schaut man sich Volleyball an, singen die SpielerInnen ständig, klatschen sich ab, machen nach Punkten kleine Choreos. Was soll dieses übertriebene Verhalten? Völlig albern. Sie sollen sich lieber auf das Spiel konzentieren.

Sprüche zum Anfeuern gibt es hier

FAKT IST…, richtig – Volleyballer pushen sich selbst und/ oder das Publikum mit lautstarkem Anfeuern, Klatschen und Choreos. Stille wie im Tennis würde Volleyballer wahnsinnig machen. Nur wenn es laut ist, der Boden bebt und nach dem Spiel die Hände blutig geklatscht und die Stimme weg ist war es ein gutes Spiel. Toll auch, wie kreativ VolleyballerInnen mit Sprüchen und Gesängen für gute Stimmung sorgen – und trotzdem immer fair bleiben. Volleyball – ein Spiel für Stimmungskanonen!

Gänsehaute Moment bei der Beachvolleyball WM 2017 mit unserem deutschen Team Ludwig / Walkenhorst.

Ihr seht also: Volleyball ist der König unter den Sportarten. Nur etwas für intelligente, fröhliche, offene und echte Athleten, die Spaß an ihrem Sport haben – auch wenn es kein Geld gibt – und viele Vorurteile. Viel Spaß beim Zocken

wünscht der VolleyballFREAK

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