Man merkt, dass das VolleyballFREAK-Projekt bekannter wird. Die Kooperationen werden immer größer, häufiger und vor allem interessanter. So kam es, dass mich INCHEZplus eingeladen hat, ihr Beachvolleyballcamp in Ueckermünde vom 25.7. bis 29.7. zu besuchen.

Die Location

Ueckermünde liegt im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern direkt vor Usedom am Stettiner Haff. Von Köln sind die 760 km schon fast eine kleine Weltreise, aber die lange Anfahrt lohnt sich. Die Altstadt ist sehr schön und lädt abends zum Spazieren und Essen gehen ein.

Bei der Unterkunft hat man die Wahl. Man kann zum Beispiel eine der über die gesamte Stadt Ueckermünde verteilten Ferienwohnungen mieten. Dabei sollte man sich möglichst früh entscheiden, da die Wohnung zur Hauptsaison sehr schnell ausgebucht sind.

Für Urlauber mit einem gehobenen Anspruch gibt es zudem die Lagunenstadt. Sie liegt mit ca. 5 Fußminuten in direkter Nähe zu den Beachfeldern am Hafbad.

Neben dem Buchen einer Ferienwohnung hat man auch die Möglichkeit zu Campen. Beim ersten Beachcamp im Jahr 2015 organisierte INCHEZplus einen Zeltplatz direkt am Hafbad, ca. 50 Meter von den Feldern entfernt. Dies klappte in diesem Jahr leider nicht. So mussten die Campleiter Knut und Bina kurzfristig umplanen und kümmerten sich um eine neue Campinglocation.

Improvisiertes Camping im Zerum

Das Foto zeigt den improvisierten Campingplatz beim Inchezplus Beachvolleyballcamp Ueckermuende

Der improvisierte Campingplatz beim Inchezplus Beachvolleyballcamp Ueckermuende

Die neue Campingstätte wurde in das Zerum (Zentrum für Erlebnispädagogik und Umweltbildung) verlegt. Auch wenn das Zerum bei der allerersten Anfahrt etwas versteckt liegt, lohnt sich die Strecke. Es liegt direkt an der Mündung der Uecker und damit am Stettiner Haff in einer sehr idyllischen Lage. Schon bei meiner Ankunft herrschte eine offene und familiäre Atmosphäre. Die Zelte wurde auf der Wiese der Kletteranlage des Zentrums aufgestellt. Dies verlief etwas konfus, da nicht klar gekennzeichnet war, auf welchen Flächen der Wiese gezeltet werden durfte. Im Haupthaus des Zentrums gab es sehr gute und saubere Sanitäranlagen, die etwa eine Fußminute entfernt von der Wiese liegt. Zudem gab es Strom an den Zelten. Somit konnte man kleine Musikanlagen betreiben oder die Smartphones wieder aufladen. Fast jeden Abend saß ich mit den anderen Campbesuchern beim gemeinsamen Grillabend zusammen. Dabei kann ich für nächstes Jahr einen Pavilion und eine Lichterkette empfehlen. Beide Gadgets erhöhen sicher den Wohlfühlfaktor nocheinmal .

Das Foto zeigt gemeinsamen Grill am Abend im INCHEZplus Beachvolleyballcamp

gemeinsames Grill am Abend im INCHEZplus Beachvolleyballcamp

Einen Nachteil hatte die neue Camplocation allerdings. Obwohl die Beachvolleyballfelder Luftline 400m entfernt sind, hat man mit dem Auto eine Anreise von ca. 10 Minuten. Warum? Weil zwischen dem Camp und den Beachfeldern die Uecker fließt und die nächste Brücke in der Altstadt von Ueckermünde liegt. Ich habe den täglichen Weg immer genutzt, um beim Bäcker gemütlich zu frühstücken. Andere Beacher haben sich die Brötchen mitgenommen und im Anschluss mit Stil direkt am Strand gefrühstückt.

Ein Beachvolleyballcamp für Familien

Das Foto zeigt Volleyballfreak Steffen mit Bina und Knut von INCHEZplus beim Beachvolleyballcamp in Ueckermünde

Volleyballfreak Steffen mit Bina und Knut von INCHEZplus

Wie bereits oben erwähnt leiten Knut und Bina Semrau das Beachvolleyballcamp. Hinzu kommen noch, abhängig von der Teilnehmerzahl des Camps, weitere Beachvolleyballtrainer. Ich durfte die ganze Woche Korrekturen, Tipps und Tricks von Markus Benthien genießen. Er selbst war Trainer vom Ex-Beachvolleyball-Nationalteam Erdmann / Matysik.

INCHEZplus hatte bei diesem Camp 6 Beachfelder aufgebaut. Dazwischen hätte ich mir persönlich zu mindestens bei den Feldern, welche hintereinander aufgebaut sind, ein Fangnetz gewünscht. So würden die Bälle nicht so weit weg fliegen.

Wie bei anderen Beachcamps fragt auch INCHEZplus vorher die Spielstärke ab, um die Trainingsgruppen homogen zusammenzusetzen. Eine Trainingsgruppe besteht aus 4 – 6 Beachern. Dadurch bekommt jeder Teilnehmer genügend Korrekturen von seinem Trainer. Jeder Beachtag begann entspannt um 10 Uhr mit einer 2- Stunden- Trainingseinheit. In der Woche bekommt man einen guten Einblick in die verschiedenen Beachtechniken wie Annahme, Zuspiel, Angriff, Shots, Blocks, Abwehr usw.

Das Foto zeigt die Beachfelder beim Inchezplus Beachvolleyballcamp Ueckermünde

Die 6 Beachfelder

Bina bietet für die Kids – in meiner Woche waren es 17- ebenfalls Trainings an. Dabei geht es, je nach den Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen um reine Ballgewöhnung bis hin zu technisch anspruchsvolleren Übungen. Besonders fair ist dabei, dass INCHEZplus bei den Kids nur die Trainings berechnet, welche auch wirklich wahrgenommen wurden. Manchmal sind Kinder bekanntlich sehr launisch- dann passt das Wetter oder irgendwelche anderen Umstände nicht und man lässt das Training ausfallen. Der Spaß kommt bei dem Training aber nie zu kurz, wie man beispielsweise in dieser Erwärmungsübung sehen kann:

Erwärmungsvideo ansehen

In Berlin könnt ihr das Beachtraining speziell für Kinder und Jugendliche unter Bina’s Webseite http://www.strandknirpse.de/ buchen.

Von 12 bis 14 Uhr gab es eine Mittagspause. Einige Teilnehmer nutzten diese Zeit für eine Stärkung mit leckeren Fischbrötchen an den zahlreichen Imbissbuden rund um die Promenade. Andere wiederum spielten in kleinen Runden weiter. Nochmal andere gingen baden und chillten in der Sonne am Strand. Ab 14 Uhr organisierte INCHEZPlus abhängig von der täglich gemeldeten Turnierteilnehmerzahl ein oder mehrere Turnierformen.

Im Gegensatz zu anderen Camps wurden keine zusätzlichen Workshops angeboten. Dies was aber nicht schlimm, denn so kam mehr Urlaubsstimmung auf.

Das Foto zeigt 8 Mikasa VLS 300 Beach Champ Beachvolleybälle von INCHEZplus

Ein paar gestellte Mikasa VLS 300 Beach Champ Beachvolleybälle

Das Basispaket kostet 110€. Es umfasst nur Spielen und die Teilnahme an den Turnieren. Dabei werden auch die Mikasa VLS 300 Beachvolleybälle von INCHEZplus gestellt. Für das Training zahlen die Teilnehmer nochmal 70€ Euro extra. Sofern in der Beachwoche noch Plätze frei sind, kann man sich auch noch spontan entscheiden, zu einer Trainingsgruppe dazuzustossen.

Im Paket gab noch einen INCHEZ Playershirt und Kapuzenpullover dazu. Beide waren qualitativ sehr gut!

Da Bilder bekanntlich mehr sagen als 1000 Worte, habe ich euch an dieser Stelle die Galerie von Gerold Rebsch rausgesucht.  Hier sind schon mal 4 Bilder aus der großen Galerie.

Auf www.beachpics.de findet ihr auch viele weitere Bilder von anderen Beachevents, wie einigen Smart-Beach-Tour-Stops und dem Smart-Major in Hamburg 2016.)

 

Aktivitäten neben dem Camp

Die erste Freizeitbeschäftigung, welche jedem in Verbiung mit Meer und Küste einfällt, ist natürlich das Baden gehen. Zudem wird da, wo Wasser ist, in der Regel auch geangelt. Der Fluss Uecker und das Stettiner Haff bieten hier ausreichend Wasserfläche. Für 12€ bekommt man bereits eine Touristen- Angelerlaubnis für eine Woche. Weiterhin sind ausgedehnte Radtouren sehr beliebt. Ein Besuch auf der Insel Usedom kann ich euch sehr empfehlen. Was ich erst seit diesem Jahr so richtig auf dem Schirm habe sind Bootstouren. Seit 2012 darf man nämlich Boote mit bis zu 15 PS ohne Führerschein fahren.

Etwas weiter Weg ist die Insel Rügen. Neben der tollen Natur gibt es dort aber auch die Störtebeker Festspiele. Von denen bin ich ein riesiger Fan. Einige Infos mehr findet ihr in meinem Artikel zum Besuch der Smart Beach Tour in Binz 2015.

Fazit zum INCHEZplus Beachvolleyballcamp in Ueckermünde

Für mich hat sich der Besuch im Beachcamp bei Knut und Bina voll gelohnt. Daher an dieser Stelle noch mal ein Dankeschön an die beiden.

Ich habe ein familiäres Camp mit toller Urlaubsatmosphäre miterleben dürfen. Das Training war gut und fand in kleinen angenehmen Gruppen statt, so dass jeder auf seine Kosten kam. Durch das Kidstraining ist das Camp besonders für Familien interessant und der Termin deshalb bewusst in die Sommerferien gelegt. Auch der etwas andere Campingplatz hatte seinen Charme.

Auch wenn es Kleinigkeiten wie die Anfahrt und die „noch“ fehlenden Fangnetze gab, kann ich das Camp ohne Einschränkungen weiterempfehlen! Daher ist der VolleyballFREAK-CHECK bestanden.

Welche guten oder nicht so guten Erfahrungen habt ihr denn bisher so gemacht? Gibt es evtl. einen heißen Tipp für ein gutes Camp?