Stellerball

Der Stellerball (weitere populäre Bezeichnungen sind Zuspielerball, Gewichtsball, Heavy Weight Ball, Medizinball) wird in der Regel ab dem mittleren- bis in den
Hochleistungsbereich im Volleyballtraining eingesetzt.

Eigenschaften eines Stellerballes

Je nach Hersteller unterscheidet sich die Oberflächen der Stellerbälle von den bekannten Spielbällen Mikasa MVA 200 oder Molten V5FLC. Die gängigsten Modelle wiegen zwischen 400 und 500 Gramm und sind damit fast doppelt so schwer wie die offiziellen Wettkampfbälle die 260 bis 280 Gramm auf die Waage bringen. Die Größe ist identisch: 65 bis 67 cm Umfang (Entspricht Größe 5). Der Ballflug ist bedingt durch das höhere Gewicht deutlich stabiler als bei den regulären Spielbällen.

Warum sind Stellerbälle im Einsatz?

Um diese Frage zu klären, muss zum Einen die technische Komponente geklärt werden und zum Anderen auf anatomische und athletische Aspekte eingegangen werden.

Technische Komponenten

Für den Einsatz im Volleyballtraining gibt es mehrere Gründe: Gerade in der Vorbereitung auf eine Saison eignen sich Stellerbälle hervorragend um technische
Details der Zuspieler zu verbessern. Fingerhaltung und Stabilität, die Ganzkörperstreckung sowie das korrekte Körper-Ball-Verhältnis lassen sich so optimal steuern und verbessern. Zudem kann der Gewichtsball eine willkommene Abwechslung sein und neue Reize an die koordinativen Fähigkeiten (speziell Adaptionsfähigkeit) setzen, gerade wenn der Stellerball im Wechsel mit regulären- oder weiteren Bällen zum Einsatz kommt.

Anatomische/ Athletische Komponenten

Bedingt durch das fast doppelt so hohe Gewicht eines regulären Volleyballes stellt der Zuspielerball erhöhte Anforderungen an die Rumpf-, Arm- Hand- und Fingermuskulatur und kräftigt diese effektiv.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Im Hochleistungsbereich wird der schwere Ball auch im Angriff eingesetzt. Ziel ist eine weitere Steigerung der maximalen Schlaghärte sowie der Explosivität. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Spieler mit Schulterproblemen und Vorschädigungen sollten nicht mit diesem Hilfsmittel trainieren. Auch die deutschen Nationalmannschaften trainieren mit den Gewichtsbällen.

Stellerballmodelle

Am geläufigsten in deutschen Hallen sind die Gewichstbälle von Molten und Mikasa.

Mikasa MVT 500

Die Oberfläche des MVT 500 besteht aus “McFiber” Synthetik-Material. Analog zum Mikasa MVA 200 Spielball greift auch dieser das neue Design aus acht flammenförmigen Panelteilen auf. Eine doppelschichtige Butylgummiblase bildet das Innenleben. Mit 500 Gramm ist dieser Ball der schwerere der beiden Stellerbälle.

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Molten V5M9000-M

Auch der neue Molten Medizinball (Nachfolger des Molten MTV5M: Die Bälle unterscheiden sich in Optik und Haptik, das Gewicht ist identisch) tritt optisch wie der offizielle Molten V5FLC auf. Das weiche, synthetische Leder ist mit der”Sensi Touch”- Oberfläche ausgestattet. Der V5M9000-M wiegt 400 Gramm und ist damit besser geeignet für den Einsatz im Jugend- und Frauenbereich als sein Pendant von Mikasa.

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Weitere Spezialbälle im Volleyball

Für die anderen Positionen im Volleyball gibt es auch noch Spezialbälle. Der Liberoball wird für das nachhaltige Training der Bewegungsabläufe eines Liberos herangezogen. Softbälle wiederrum sind sehr beliebt für Übungen mit Einsteiger und Kindern. Ein weiteres tolles Trainingsgerät ist der Angriffstrainer Mikasa MVA 300 ATTR für die Position des Angreifers.