Beschreibe Bali in in 3 Worten: ‚Entspannt, verrückt, familiär,‘. Warum genau diese Worte auf das Rasen-Turnier zu treffen, erfahrt ihr im folgenden Blogpost!

Was ist das Otto Scharfenberg Turnier?

Bevor wir dazu kommen, gibt es eine kurze Erläuterung zu meiner Tour! Die VolleyballFREAK-Tour 2017 soll 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einmal will ich die inzwischen fast 14.000 Fans bei Facebook kennenlernen und zum Anderen will ich mit VolleyballFREAK alle größeren Volleyballturniere und Beachturniere in Deutschland persönlich kennengelernt haben und optimalerweise darüber berichten.

Team „HSG Aufbau Ost“ der VolleyballFREAK-Tour für das Otto-Scharfenberg-Turnier

So kam es, dass die Organisatoren vom SV Medizin Bad Liebenstein mich eingeladen haben beim jährlichen Otto-Scharfenberg-Turnier (Kurform: Bali) vorbeizuschauen. Als alter Thüringer hatte ich schon öfters von diesem Turnier gehört, aber es leider noch nie geschafft mit einem eigenen Team teilzunehmen. Umso schöner, dass es endlich geklappt hat. Dazu bekam ich direkt auch noch eine Mannschaft zugewiesen, welche sich im Nachhinein als megageile Truppe herausstellte.

22 Felder waren 2017 beim Otto-Scharfenberg-Turnier aufgebaut.

Das Turnier selber wird auf Rasen ausgetragen und damit auf dem örtlichen Fussballplatz. Hier wurden dieses Jahr 22 Felder aufgebaut. Ich habe mir aber sagen lassen, dass es in den vergangenen Jahren zeitweise über 30 waren. Rund um die Felder und auf einer angrenzenden großen Wiese schlagen die Volleyballer ihre Zelte, Caravans oder sogar umgebaute LKWs auf. Mit auf dem großen Fußballplatz befindet sich das große Partyzelt. Wer also Abends seine Ruhe haben will, sollte sich lieber in einer der unzähligen Pensionen einmieten oder alternativ Ohrstöpsel einpacken.

Luxuscampen mit einem umgebauten LKW.

Das Turnier untergliedert sich eigentlich in viele kleine Turniere. Es gibt:

  • aktive Herren

  • Freizeit Herren

  • Aktive Damen

  • Freizeit Mixed

Leider war die Beteiligung bei den aktiven sehr gering, so das hier mit mehrfach Begegnungen gespielt wurden. Die aktiven waren damit bereits am Samstag mit ihrem Programm durch.

Transparent: Mit dem Orgaboard behält man jederzeit den Überbick!

Bei den Freizeitteams war die Beteiligung um einiges größer. Am Samstag wurde eine Art Qualifikation für Sonntag gespielt. Bei uns Herren gab es 6er Gruppen, die jeweils auf 2 Feldern gespielt wurde. Am Sonntag kamen die ersten beiden Teams in die Freizeit Liga A, die nächsten beiden Teams in die Liga B und die letzten beiden Teams konnten um den Turniersieg in der Liga C kämpfen. Dort ging es dann am Sonntag ebenfalls in 2 Gruppen je Liga weiter. Zum Schluss folgten dann die Platzierungsspiele und für die 1. und 2. Gruppen der Gruppe gab es ein Halbfinale und Finale.

Die Gruppenspiele bestanden immer aus 2 Sätze bis 15 Punkte. Leider wurden keine 2 Punkte unterschied gespielt. Das kann zum Vorteil oder Nachteil sein. So haben wir am Samstag gegen den Vorjahressieger der Herren einen Satz mit 15:14 gewonnen, nachdem dieser einen Sprungaufschlag knapp hinter die Grundlinie ins Aus gesetzt hat. Am Sonntag war das Glück gegen uns. Wir unterlagen in der Gruppe dem späteren Turniersieger in einem Satz mit 14:15.

Ich würde mir wünschen, wenn die Sätze etwas länger sind, z.B. bis 21 und mit 2 Punkten Unterschied gespielt werden. Dafür könnte man bereits am Samstag mit einer Finalrundenpaarung anfangen und so Luft für Sonntag gewinnen. Alles in Allem bekommt man aber über die 2 Tage genügend Spiele ohne Zeitdruck. Einfach entspannt!

Positiv verrückte Leute

Ich habe schon einige Mixed-Turnier mit erlebt, so viele verrückte, verkleidete und positiv gelaunte Leute kommen selten auf einem Fleck zusammen.

Das Foto zeigt einen Mann im Einhorn-Kostüm auf dem Otto-Scharfenberg-Turnier in Bad Liebenstein.

positiv verrückte Leute überall – Quelle: www.facebook.com/OttoTurnier

Am Freitag abend machten mein Kumpel Tobi und ich erstmal eine Tour über den improvisierten Campingplatz und lernten so erstmal ein Haufen neuer netter Leute kennen. Hier war so ziemlich jeder uns gegenüber aufgeschlossen. Natürlich half ein Umtrunk mit Rum-Cola oder Bier schonmal nach. 😀

An den folgenden Tagen lernten wir weitere coole Leute kennen. Hierzu gehören z.B. die Jungs vom Schweinaer Mischmaschinenrennsport e.V.. Eine reine Hobbytruppe die sehr lustig drauf ist. U wenn ihr denk, Volleyball ist eine Randsportart, dann schaut mal auf ihrer Vereinsseite www.mischmaschinenrennen.de vorbei. Eigentlich wollten wir am am Samstag abend das Mischmaschinen Rennen selbst ausprobieren, aber leider hat uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

sympathisches Team Schweinarer Mischmaschinenrennen e.V.

Berühmt berüchtigt sind auch die Ultras in Bali. Diese riesen Gruppen die aus der nähe von Bad Liebenstein kommt und sogar ihren eigen Bierwagen mit Zapfanlage mitbringt. Traditionell maschieren sie Samstag abends mit „Pauken und Trompeten“ in das Partyzelt ein. Echt witzig!

Darüber hinaus scheinen Flitzer mit Kuhglocke vor dem Gemächt schon fast normal.

Naja einfach verrückt!

Das Rahmenprogramm stimmt

Direkt nach unserer Ankunft am späten Freitag nachmittag und einer netten persönlichen Begrüßung durch unser bis dahin komplett unbekanntes Team. Ging es um 19 uhr direkt in die Vollen. Das Turnier wurde traditionell mit einem Eröffnungsspiel zwischen dem lokalen Verein und Ausrichter SV Medizin Bad Liebenstein und dem Dynamotresen Eisenach eröffnet. Das Spiel bot schon guten Volleyball zum Anschauen. Besonders die Bierauszeiten waren interessant. Pro Satz gab es davon 2, wo jeder Spieler einen Becher mit leckeren kühlen Blonden von hübschen Mädels gereicht bekam. Wer würde da nicht am liebsten gleich mit spielen 😀

Das Foto zeigt die Biergläser für die Bierauszeit des Eröffnungsspiels auf dem Otto Scharfenberg Turnier, welches im Hintergrund zu sehen ist.

Bierauszeit beim Eröffnungsspiel des Otto Scharfenberg Turniers

Das weitere Abendprogramm fand im großen Partyzelt statt, wo Radiomoderator und DJ Adi Rückewold die Volleyballer ordentlich auf Touren brachte

Da der Sportplatz aber direkt an ein Wohngebiet grenzte war hier leider um kurz nach 2 die Party im Zelt zu Ende. Aber Volleyballer sind bekanntlich Weltmeister im improvisieren. Wer noch nicht genug hatte, feierte einfach an den eigenen oder auch fremden Zelten weiter.

Das Foto zeigt Volleyballfreaks Steffen und Tobi bei der Party auf dem Otto Scharfenberg Turnier.

Tobi und ich machten auch die Party unsicher!

Genau dieser Radiomoderator machte aber nicht nur die Party zum Highlight, sondern moderierte an beiden Tagen, dass komplette Turnier. Damit meine ich nicht nur einfach plump Spielpaarungen und Ergebnisse ansagen. Nein vielmehr bekommt man Hintergrundstorys zu den Mannschaften und einzelnen Personen, Livemoderation von laufenden Spielen und den ein oder anderen Witz. Dies habe ich bisher so auf noch keinen Turnier erlebt und gibt dem Turnier einen besonderen Touch.

Fotos vom Samstag abends auf dem Sportlerball

Am Samstagabend kam es dann zum nächsten Highlight. Dort trat eine Liveband auf und spielte einen Hit nach dem anderen. Dabei wurde das Tanzvolk immer wieder zu gemeinsamen Aktionen animiert. Zu dem konnte man sich tolle Fotos vom Tag auf einer Leinwand im Zelt anschauen. Leider war auch hier schon wieder um 1 Uhr Schluss. Aber naja ihr könnt euch sicher denken wie es weiter ging. 🙂

Einen würdigen Rahmen bekamen die Finals der A Ligen im Freizeit Mixed und Herren. Diese fanden vor dem Partyzelt auf dem Center Court vor ordenlich Publikum statt.

Gute Stimmung und viele Zuschauer bei den Finalspielen! – Quelle: www.facebook.com/OttoTurnier

Den Abschluß bildete die Siegerehrung mit Sektduschen. Alles in allem ein tolles familiäres Volleyballballevent und auf jedenfall einen Besuch wert. Wenn der VolleyballFREAK-Kalender es her gibt, komme ich auf jedenfall nochmal wieder.

Mehr Infos zum Turnier gibt es entweder hier www.otto-turnier-bali.de oder auf Facebook www.facebook.com/OttoTurnier

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