In meinem Artikel 17 Dinge, die du als Volleyballer erlebt haben musst, ist es ein Ziel:

Die perfekte Saison

In der abgelaufenen Saison 2016/2017 ist mir dies mit meiner Landesligatruppe vom TVA Hürth Herren 4 gelungen. In 16 Meisterschaftsspielen gaben wir keine Punkte und nur ganze 4 Sätze in der Liga ab. Auch wenn dies vor der Saison keiner von uns nur zu erträumen wagte, war es am Ende kein Zufall. In diesem Artikel möchte ich euch daher einige Stellschrauben aufzeigen, damit auch Ihr dieses Ziel vielleicht auch irgendwann mal erreicht.

Breiter Kader

In den unteren Spielklassen kann eine Mannschaft aus maximal 12 Spielern auf dem Spielberichtsbgen stehen. Damit es möglich jede Position mindestens doppelt zu besetzen. Da aber gerade während einer langen Saison immer wieder Krankheit, Verletzungen, Arbeit oder andere Termine dazwischen kommen, würde ich einen Kader mit 12 -14 Leuten planen. Wir der Kader noch größer rennt der Trainer schnell in Probleme, dass Ersatzspieler nicht genügend Spielanteile bekommen. https://www.volleyballfreak.de/ersatzspieler-volleyball-situation.html

Gesichert für die Ewigkeit: Screenshot von der perfekten Saison (Quelle: Volleyball Ergebnisdienst App)

gute Vorbereitung

Unsere Vorbereitung began schon im Mai, obwohl die Saison erst Ende September wieder los ging. Im Sommer hat der Trainer genügend Zeit an der Technik einzelner Spieler zu arbeiten. Wir haben z.B. Swing-Block, Aufschläge, Obere Annahme bis zum abwinken trainiert. Sicherlich ist dies irgendwann langweilig. Aber gerade in den unteren Ligen zahlt sich die bessere Technik aus.

Hinzu kamen 1-2 Vorbereitungsturniere. Dabei solltet ihr möglichst ein höheres Level anstreben. Bei der Ligaangabe sollte eure Liga sollte das niedrigste sein. Ich habe z.B. mit meiner Herren 4 unser eigenes Turnier gewonnen, dabei 4 Teams aus der Verbansliga ausgeschaltet. Ich kann euch sagen, dass hat echt Spaß gemacht!!!

hohe Trainingsbeteiligung

Eine hohe Trainingsbeteiligung im Training ist für das erreichen eurer Ziele unerlässlich. Die optimale Anzahl an Spieler liegt meiner Meinung nach genau bei 12! Zur Not auch noch bei 10 – 14 . Hierdurch seid ihr als Team in der Lage ein möglichst spielnahes Training abzuliefern und Automatismen einzustudieren. Jeder von euch persönlich sollte zudem im Training an seine Grenzen gehen. Dann werden die Spiele für euch ein Kinderspiel sein!

Guter Trainer

Ein gutes Training ist das A & O. Klar spielt die Trainingsbeteiligung hier mit rein. Viel hängt dabei aber auch am Trainer. Arbeitet er an den richtigen Dingen, welche die Mannschaften nach vorne bringen? Gestaltet er das Training abwechselungsreich? Und und und.

Was einen guten Trainer ausmacht, kannst du hier im Artikel nachlesen:

10 Dinge, die gute Trainer ausmachen

Am Spieltag selber gut vorbereitet sein

Das Foto zeigt eine gepackte Sportasche. Auf ihr ist ein VolleyballFREAK-T-Shirt. Ein Expander, Badelatschen und Handtuch.

Die Volleyball-Sporttasche für den Spieltag ist gepackt.

Es gibt nichts stressigers als abgehetzt in Halle zu kommen, schnell noch umziehen und schon geht das Einschlagen los. Da fällt es schwer die ersten Bälle fokusiert zu spielen. Damit uns dies nicht passiert, haben wir versucht Störfaktoren zu beseitigen. Das geht im letzten Training vor dem Spielt ag schon los. Die letzten 5 Minuten sitzen wir kurz zusammen und besprechen:

  • Wo und wann wir uns treffen?

  • wer das Equipment, wie z.B. die Bälle, mitnimmt.

Mehr zum ganzen Thema könnt ihr im Artikel 10 Tipps für die optimale Spieltagsvorbereitung finden.

Gegner nicht unterschätzen

„Hochmut kommt vor dem Fall“ besagt ein Sprichwort. Einen der 4 abgegebenen Sätze lagen wir 24:21 im 3. Satz vorn. Als der Gegner eine Auszeit nahm, flaxten wir schon mal rum. Das Ende vom Lied könnt ihr euch sicher denken. Wir gaben den Satz mit 24:26 noch aus den Händen und ärgerten uns einfach nur dermaßen. Damit euch das nicht passiert. Hier mein Rat: Egal wie groß der Abstand in der Tabelle ist oder wie groß Vorsprung im Satz ist. Fokusiert euch immer auf eurer Spiel. Wenn das Spiel abgepfiffen ist und ihr den Sieg in der Tasche ist, habt ihr noch genug Zeit zum Feiern und das Anstimmen von Siegeshymnen

Hungrig bleiben

Dieser Tip schlägt ein wenig in die gleiche Kerpe, wie der vorangegangene. Wenn sich ein Sieg an den anderen reiht, werden einige Spieler schnell übermütig. Es gibt aber immer irgendetwas zu verbessern, sonst würdet ihr schon längst in der Nationalmannschaft spielen. 😉 Damit dies nicht passiert, sollte es in jeden Team einen Mahner geben. Der bringt das Team wieder in die Spur. Bei uns gab es dazu immer das berühmte „Wort zum Sonntag“ von einen Teamkameraden per Mail.

Gute Trainer analysieren auch nach Siegen, was das Team besser machen kann. Das Spiel per Video aufzunehmen, kann dabei extrem helfen. Zudem freuen sich auch die Spieler, wenn sie sich das Spiel nochmal anschauen können.

Teamgeist

Ein Spieler entscheidet Situationen, eine Mannschaft gewinnt das Spiel. Aus diesem Grund ist Teamgeist ein wichtiger Punkt. Einfach nur die Sporttasche in die Halle tragen, dann trainieren oder spielen ist damit nicht gemeint. Viel mehr sind es gemeinsame schöne Erlebnisse, die man als Team schaffen sollte. Hierzu gehören z.B. die obligatorische Weihnachtsfeier, Saisonabschlussfeier. Auch kann man nach dem Spiel gemeinsam Essen gehen. Auch haben wir schon mal vor dem Heimspiel gemeinsam gebruncht. Das macht auch richtig Spaß.

Witzig finde ich auch Rituale vor dem Spiel. Eine Damenmannschaft aus meinem ehemaligen Verein hat sich immer zusammen eine Flasche Sekt vor dem Spiel gegönnt. Was habt ihr denn für Rituale? Lasst gerne mal ein Kommentar da!

Nicht so schöne Punkte gehören auch zum Teamgeist. Das Thema Schiedsrichterlizenzen ist immer wieder ein Streitthema. Hier würde ich einfach die folgende Linie fahren. Lizenz z.B. bis zur C-Prüfung machen, oder saisonweise Strafen zahlen für nicht vorhandene Lizenzen.

All diese Punkte sollten offen in einer Mannschaftssitzung nach der Saison auf dem Tisch kommen. Hier findet ihr dazu mehr Infos.

Durchlässigkeit

Damit ist nicht die Permeabilität gemeint. Viel mehr ist es ein Leitbild für einen leistungsorientierten Verein. Das Grundprinzip ist, dass Spieler innerhalb des jederzeit höher oder tiefer können und müssen. Dadurch sollen die Mannschaften untereinander gepusht werden. Dass die Kader leistungsmäßig anpasst werden, versteht sich von selbst. Zu dem Thema kann werde ich euch noch einen separaten Follow-Up-Artikel schreiben. Damit ihr diesen nicht verpasst, tragt ihr euch am besten hier direkt in den Newsletter ein:


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Wenn ihr diese Punkte beachtet, seid ihr für die Saison schonmal gut gewappnet. Der Rest liegt dann in euren Händen. Wie sieht es eigentlich bei euch aus? Habt ihr schon mal eine perfekte oder nahezu perfekte Saison gespielt? Waren bei euch noch andere Punkte wichtig? Schreibt mir gerne eure Erfahrungen und Punkte in die Kommentare

Eurer VolleyballFREAK,

Steffen

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